Heute muss ich wirklich aufpassen, dass ich nicht so ziemlich das Gleiche schreib' wie im letzten Post.
Wie oft hab' ich den Terminus "verwöhntes Gör" in Verbindung mit Twilight schon verwendet? Wird noch des Öfteren vorkommen, befürchte ich.
Ich hab's inzwischen bis zum zweiten Kapitel geschafft. Am Ende des ersten fängt Bella ja tatsächlich an, ob ihres Außenseitertums zu heulen - war sie da nicht drauf vorbereitet? Hat sich zumindest so angehört.
Nja. Die Kapitelüberschriften sind nich das Wahre, ich frage mich ernsthaft, wer den Mist als erstes verlegt hat. Immerhin wird ein beeindruckender Vergleich mit klassischer Kinderliteratur (dem Zauberer von Oz) im Buch erwähnt, versuchen Sie damit, irgendeiner Art Bildungsauftrag entgegenzukommen, Mrs. Meyer?
Wo wir schon bei Literatur sind: Sturmhöhe? STURMHÖHE (vgl. S. 39)? Gute Frau, ich traue Ihnen bei Ihren schriftstellerischen Kompetenzen durchaus zu, dass sie in Sachen "Literaturklassiker" auf gut Glück Wikipedia konsultiert haben. Ich bin nämlich immer noch der Meinung, dass sie sowas noch nie in der Hand hatten und den Ausdruck "Schreibstil" nur gerüchtehalber kennen.
Zurück zu Bella. Wie haben ihre Eltern eigentlich überlebt, als es das tolle - äh, tollpatschige Super... nein, Außenseitermädchen noch nicht gab? Ihre Mutter hatte keine Klamotten, ihr Vater ist verhungert... Langsam frage ich mich, wie lange ich die implizite Selbstbeweihräucherung der Protagonistin noch aushalte... Das Buch in die Ecke schmeißen ist leider nicht, weil's nur geliehen ist. Aber nicht aus der Bibliothek, da würde ich nicht mehr ernstgenommen, wenn ich sowas ausliehe.
Aber sich wundern, dass der alleinlebende Vater keine Spülmaschine hat... Muss das erwähnt werden? Ist das nicht eigentlich logisch? Verzogenes Gör.
Das Buch (der Film auch) ist noch deprimierender als der Film Der Frühstücksclub aus den 1980ern, den ich heute Morgen aus Ermangelung gehaltvollerer Sendungen gesehen habe (ich schäm' mich auch dafür). Und trockene Strände nennt man im Allgemeinen Wüste.
Warum lässt eine Autorin, die selbst höchstens die Bibel gelesen hat, ihre Hauptperson einen Pseudobücherwurm sein? Das ist... unüberzeugend. Ja, das ist das richtige Wort. Aber nicht nur für diesen Umstand, sondern für das komplette Machwerk, zumindest bis jetzt.
Bella macht sich bei mir inzwischen noch unbeliebter, weil sie Schnee doof findet. Selber doof.
Goth, ist mir das wirklich meine Zeit wert?
Hach, die Geschichte wäre gar nicht so schlecht, wenn die Autorin besser wäre... Eigentlich hab' ich ja ein Faible für tragische Liebesgeschichten und sich treffende Blicke, aber: nö.
Ach. Sie findet ihn hinreissend. Ich finde ganz andere Sachen hinreissend. Shakespeareian English zum Beispiel. Nicht die Lache von so'm Blutsaugerschnösel...
Gut, vielleicht werd' ich ja noch zum Fangirl.
Na, eher später. Momentan hat Bella nämlich eine Minderwertigkeitskrise. Keine Sorge, Mädel, sobald der Kerl dich im letzten Band gebissen hat, wirst du wunderwunderschön, supertoll und achwasweißich. *kotz*
Oh. Edward Cullen, der Frauenversteher. Das muss am Namen liegen, ich kenn' da noch wen ^^.
Gut. Nachdem ich's jetzt durch's zweite Kapitel geschafft habe, ohne, dass mir ernstlich schlecht wurde, hör' ich für heute auf.
Besser für die Gesundheit.
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