Ich mache inzwischen seit, warte mal, vier Jahren offiziell LARP und dachte eine Zeit lang, dass Frauen in der Dömäne ein wenig benachteiligt würden.
Darauf sagte man mir ich sei kindisch, habe kein Selbstbewusstsein und könne vermutlich nix (und käme mir deshalb benachteiligt vor bzw. würde zu Recht benachteiligt).
Als Frau im LARP hat man verschiedene Rollen zur Auswahl.
Starke Frauen
Nummer 1: Die Amazone
Typ A: Die Männerhasserin
Macht auf Lesbe, hat einen Zweihänder (alternativ: Breitschwert und Schild), spielt bevorzugt Barbaren ohne jeglichen Kulturellen Hintergrund und behauptet generell, sich von Männern nichts sagen zu lassen.
Beispiel: Xena
Typ B: Der Survivor
Tut so, als sei sie vollkommen autark, kriecht aber bei jeder Gelegenheit ins Bett eines Mitspielers/ diverser SLs (alles schon erlebt) und läuft in aufreizender, total schwachsinniger Rüstung rum (auch bekannt als Ketten-BH mit Lendenschurz/ knallenger Lederhose). Wird von männlichen Mitspielern so behandelt, dass sie sich für gleichberechtigt hält.
Beispiel: Xenas Tussi (wie hieß die noch mal?), Keira Knightley in "Artus"
Nummer 2: Die Kriegerin (nicht: -> Verkleidet als Mann)
Gehört für gewöhnlich einem Söldnerhaufen/ Spießertrupp/ Sonstwas an. Glaubt sich, wie Nummer 1, gleichberechtigt, ist aber OT fast immer mit einem hochrangigen Gruppenmännchen zusammen. Kann auch als Halbelfe oder noch schlimmer, Halbelfenfeldscherin auftauchen. Ist auf Cons ziemlich vorlaut, redet OT nur mit ihrem Herrchen, pardon, Herzallerliebsten (-> ranghohes Männchen).
Beispiel: Kenn ich diverse persönlich. Hab ich auch mal gespielt, allerdings ohne -> ranghohes Männchen.
Nummer 3: Die Heilerin
Typ A: 08/15-Heilerin mit Leonardo Carbone-Kleidchen, Leuengold-Dolch und zwei Streifen Bettlaken zum Verbinden. Kann nix, weiß nix, hat einen weiten Ausschnitt. Keine Ahnung von der Materie, glaubt, dass das Lazarett ein ruhiger Arbeitsplatz ist.
Beispiel: Kleine Erstlarpies
Typ B: Trägt Hosen/ Nicht-Leonardo Carbone, hat mindestens einen Erste Hilfe-Kurs hinter sich, weiß, dass das Lazarett laut, stickig und verdreckt ist, hat knapp zwei Tonnen Verbandsmaterial, Tränke und Kunstblut dabei, kann mit Nadel und Faden umgehen. Schlägt auch mal einen Patienten nieder, wenn er stresst (nicht sonderlich gesund...). Männer sollten zwar nett zu ihnen sein, merken das aber oft zu spät.
Beispiel: Kenn ich, hab ich gespielt.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen