Dienstag, 19. Februar 2008

Die Individualistenuniform


Wichtigster Bestandteil der zeitgemäßen Idividualistenuniform ist das Schuhwerk. Hier gibt es im Moment folgende Optionen:

- Chucks (All-Star-Pantoletten, die in Entwicklungsländern von unterbezahlten kleinen Kindern unter Einwirkung giftiger Dämpfe hergestellt und hier für Schweinegeld verscherbelt werden)
- Vans (Zur Herstellungsmethode siehe Chucks)
-Ballerinas (Die unsäglichen Dinger, die man in der Grndschule zum Sport tragen musste, mit denen ein normaler Mensch nicht laufen kann und aus denen man sowieso nach drei Metern rausrutscht)

Dieses Schuhwerk ist

- sauteuer
- nicht grade haltbar
- meistens ziemlich langweilig
und
- nicht recyclebar

Bleiben wir bei den Accessoires. Taschen sind in dieser Saison groß, unhandlich und haben wenig Stauraum. Dieses Prinzip lässt sich auch auf die Traumautos unserer Individualisten anwenden. Dazu passen fette Armreifen aus Billigmetall ohne Allergikerwarnung und wenig Intellekt.
Man trägt wieder Lila, die Farbe der unbefriedigten Frauen (Nichts gegen Lila an sich. Ich mag die Farbe, aber nicht in der aktuellen H&M-Version), und zwar am liebsten in Leder oder Polyester und in allen Nuancen, ganz egal, ob die sich nun beissen wie Kampfhunde oder nicht.
Ich weiß nicht, was aus dem guten alten Lippenstift geworden ist ("Geben Sie mir einen Lippenstift! Ganz egal welchen, Hauptsache ROT!"), aber Lipgloss trieft von allen Kauleisten, und auch der Lidschatten blüht wie auf dem russischen Straßenstrich (excuse my french).

Kleidungstechnisch sind Röhrenjeans und Nierenleiden ein Muss, man magert schon jetzt ab, um den nächsten Winter nicht zu überstehen (wenn man diesen unglücklicherweise überlebt hat, weil man sich eine Du darfst!-Salamischeibe zu viel gegönnt hat). Dazu passen total taffe Lederjäckchen, die so wahnsinnig verwegen aussehen, dass jeder Blackmetaller grün vor Neid wird und überlange Schläuchein grau, silber und hellschwarz, die man fälschlicherweise als T-Shirts bezeichnet.

Wichtig für den Look: Verbrannte Haut.

Fazit: Wer dieses Frühjahr aussieht wie eine Hausbrandleiche im schwarzen Müllsack, ergänzt mit Edelplastik in müllbeutelblau in Größe Wurstpelle XXS am Bein und peinlichen Sklavenarbeitstretern, dem winkt vielleicht eine Chance als Germany's Next Deppmodel.

Schöne Grüße an die Großeltern.

1 Kommentar:

Ich bin doch ganz normal hat gesagt…

HU! HA! NIEDER MIT DEN KLONKRIEGERN!!! xD
also uns gefällt das besser wenn du deinen frust hier abbaust und nicht in unserer gegenwart :DDD

MFG


Yvettanessa :DDD
(du weißt wer wir sind höhöhö~) xD